Mozart Cup 2026 als attraktive Bühne für heimischen Nachwuchs

Gegen starke internationale Konkurrenz in den Nachwuchsbewerben haben die österreichischen Teams beim Mozart Cup 2026 mit guten Leistungen überzeugen können. Das Team Colibris Vienna Basic Novice gewann die Goldmedaille bei den im Basic Novice Bewerb ausgetragenen Österreichischen Schülermeisterschaften und konnte auf Platz fünf der Gesamtwertung mit den internationalen Teams gut mithalten. Das Team Sweet Mozart Basic Novice aus Salzburg und Team Crazy Lemon aus Oberösterreich komplettierten das Stockerl. Im international stark besetzten Juniorenbewerb erreichte das Team Sweet Mozart Junior einen Top-Ten-Platz.

48 Teams mit über 1.000 Aktiven aus zehn verschiedenen Nationen feierten in der Eisarena Volksgarten ein gelungenes, mehrtägiges Fest des Synchroneiskunstlaufs – ein Appetitmacher für die Weltmeisterschaften vom 9. bis 11. April in der Salzburgarena. Daher zog OK-Chefin Carmen Kiefer nach drei stimmungsvollen Wettkampftagen ein positives Fazit: „Wir haben einerseits viele sportliche Highlights und wunderbare Augenblicke erlebt. Andererseits war der Mozart Cup für uns ein perfekter Testlauf, der uns voller Zuversicht auf die Organisation der Weltmeisterschaft blicken lässt.“

Auch wenn der Mozart Cup dank der alles überstrahlenden Synchroneiskunstlauf-WM in diesem Jahr als kleinere Edition über die Bühne ging, bewies die Veranstaltung mit 48 beteiligten Teams aus zehn Nationen neuerlich, ein Fixpunkt im internationalen Eiskunstlauf-Kalender zu sein. „Das Programm ist sehr stimmig. Nach den sportlichen Höchstleistungen am Freitag und Samstag sind die Breitensportbewerbe am Sonntag ein schöner Abschluss. Besonders, weil wir dem Nachwuchs eine großartige Bühne bieten. Zuerst fiebern die Kleinen mit den Großen mit und sehen ihre Vorbilder live, zum Abschluss zeigen sie dann selbst ihr Können“, so Kiefer.

Das siegreiche Juniorenteam aus Kanada: Gold Ice Junior. © Santtu Jaakkola

Colibris Vienna österreichische Schülermeister

Im Rahmen des Basic Novice Bewerbs wurden die österreichischen Schülermeisterschaften durchgeführt. Mit 49,42 Punkten war das Team Colibiris Vienna Basic Novice das beste heimische. „Ich bin sehr zufrieden. Mein Team hat das aufs Eis gebracht, was es im Moment kann“, freute sich Trainerin Susanna Konrath. In der vom ungarischen Team UTE Synchro Novice (59,36 Punkte) angeführten Gesamtwertung platzierte sich das Wiener Team auf dem guten fünften Platz. Konraths Team lief im vergangenen Jahr noch in der Alterskategorie „Juvenile“. „Ein Aufstieg in die nächste Altersklasse ist immer eine Herausforderung“, erklärte die Trainerin und freut sich auf die nahende Zukunft: „Die Entwicklung stimmt mich positiv.“

Die Silbermedaille sicherte sich mit mit 36,56 Punkten das Team Sweet Mozart Basic Novice als Gesamt-Neunte. „Wir hatten einen sehr starken Lauf. Es war heute durchaus eine hohe Nervosität vor dem Wettkampf zu spüren, aber die Mädels haben ein sehr solides Programm auf das Eis gebracht“, lobte Violette Ivanoff, Cheftrainerin der Sweet Mozart Academy. Carmen Kiefer ergänzte: „Man darf nicht vergessen, das ist ein sehr junges Team. Die Mädels haben es heute sehr gut gemacht, hier vor diesen vielen Zuschauer*innen.“ Bronze ging an das oberösterreichische Team Crazy Lemons (25,73 Punkte), das sich knapp vor dem Team Shine On aus Wiener Neustadt behauptete.

Die neuen österreichischen Schülermeister: Colibris Vienna Basic Novice. © Santtu Jaakkola

Sweet Mozart Junior auf gutem Weg

Eine deutliche Steigerung zu den letzten Wettkämpfen gelang dem Team Sweet Mozart Junior im stark besetzten Juniorenbewerb, das von den kanadischen und finnischen Teams dominiert wurde. Mit 84,40 Punkten, summiert aus Kurzprogramm und Kür, belegte das Salzburger Team Platz zehn. „Wir sind sehr zufrieden, weil wir eine sehr gute Performance gezeigt haben“, sagte Team-Captain Luisa Leberbauer nach einer gelungenen Kür am Samstagnachmittag, die auf eine bereits gute Leistung im Kurzprogramm am Freitag aufbaute. „Vor allem das Wanderelement hat heute bestens geklappt, das hat uns allen ein gutes Gefühl für die weitere Performance gegeben.“

Trainerin Violette Ivanoff freute sich über eine deutliche Leistungssteigerung zu den Österreichischen Meisterschaften vor einem Monat. Sie lobte den Zusammenhalt des Teams über beide Tage als optimalen Spannungsaufbau für die Wettkampf-Auftritte: „Wir haben in letzter Zeit super trainiert und den Mädels ist es heute gelungen, das in eine Top-Performance umzulegen.“ Vor allem die technische Stabilität überzeugte sie. „Dieser Auftritt wird dem Team Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben.“

Das Team Sweet Mozart Basic Novice gewann die Silbermedaille. © Santtu Jaakkola

Hohes internationales Niveau

Skate Salzburg Präsidentin Carmen Kiefer fand lobende Worte für die Performance der Teams von Sweet Mozart Junior: „Wir sind am Mittelfeld dran und können uns mit dem Niveau von Teams aus anderen europäischen Nationen messen.“ Das internationale Niveau im Juniorenbewerb überzeugte sie sehr: „Selbst bei den Teams auf den hinteren Plätzen sieht man kaum mehr eklatante Schwächen. Das Niveau in dieser Altersklasse ist in den letzten Jahren wirklich deutlich gestiegen.“

Der Sieg ging an das Team Gold Ice Junior aus Kanada, das mit einer herausragenden Kür noch das nach dem Kurzprogramm führende Team Prima Junior, ebenfalls aus Kanada, abfing. Das Team Reflection Junior war das beste von drei finnischen Teams auf den Positionen drei bis fünf sind. „Nicht umsonst ist der Synchroneiskunstlauf in Kanada und in Finnland eine Prime-Sportart. Man sieht, wie gut ausgebildet die Athletinnen sind und welch hervorragendes Können bereits die Juniorenteams aufs Eis bringen“, untermalte Kiefer.

14. Mozart Cup und 6. Amadé Cup

Der Mozart Cup und der Amadé Cup 2026 stellten auch in diesem Jahr ihre internationale Bedeutung unter Beweis. An drei Wettkampftagen herrschte im Volksgarten tolle Stimmung auf dem Eis und auf den Tribünen.

Alle Ergebnisse des Mozart Cup 2026