Großer Moment für den österreichischen Eistanz: Anita (18) und Andreas Straub (21) haben bei den ISU Junioren-Weltmeisterschaften 2026 in Tallinn (EST) Geschichte geschrieben. Das Wiener Geschwisterpaar belegte im Eistanzen mit 138,22 Punkten einen Top-10-Platz – das beste Ergebnis, das Österreich in dieser Disziplin bei einer Junioren-Weltmeisterschaft jemals erreicht hat.
Damit krönten die beiden eine beeindruckende Entwicklung der vergangenen Jahre. Seit ihrem JWM-Debüt 2022 steigerten sie sich kontinuierlich und arbeiteten sich Schritt für Schritt nach vorne. Der Sprung in die Top 10 der Welt markiert nun einen wichtigen Meilenstein ihrer Karriere.
Auch historisch ist dieses Ergebnis bemerkenswert: Eine Top-10-Platzierung im Eistanzen gab es für Österreich bei Junioren-Weltmeisterschaften bisher noch nie. Disziplinübergreifend gelang ein solches Ergebnis zuletzt 1997 durch Julia Lautowa im Damenbewerb.
„Wir sind unglaublich stolz auf unser Team! Hier in Tallinn hat unsere Junior-Karriere begonnen und nun auch ihren Abschluss gefunden. Mit diesem Kapitel im Rücken starten wir ab sofort in die Vorbereitungen für unser nächstes großes Ziel: die Olympischen Spiele 2030 in den französischen Alpen. Wir möchten uns herzlich bei unserer Familie, unserem Trainingsteam und dem Verband für die unglaubliche Unterstützung bedanken“, so Anita und Andreas Straub nach dem Wettbewerb.
Auch Sportdirektorin Miriam Ziegler sieht in diesem Erfolg ein wichtiges Signal für die Zukunft:
„Die herausragende Leistung des Geschwisterpaares Straub/Straub bei der Junioren-WM ist ein starkes Signal für die vielversprechende Zukunft des österreichischen Eiskunstlaufs. Mit ihrem Erfolg haben sie nicht nur eine solide Grundlage für ihre eigene Karriere in der Seniorenklasse gelegt, sondern auch wichtige Startplätze für kommende Junioren-Grand-Prix-Serien sowie für die nächste Juniorenweltmeisterschaft erlaufen. Durch ihre Erfolge, ihren Einsatz und ihre konsequente Arbeit sind die beiden für Skate Austria wichtige Vorbilder, die der Nachwuchsarbeit neuen Schwung verleihen und die Weiterentwicklung der Eistanzdisziplin in Österreich nachhaltig stärken.“
Mit dem Ende dieser Saison verabschieden sich Anita und Andreas Straub aus dem Juniorenbereich. Ab der kommenden Saison starten sie in der Meisterklasse und richten ihren Blick bereits auf die nächsten großen internationalen Ziele.
Weitere österreichische Starts in Tallinn
Auch im Frauen- und Männerbewerb waren österreichische Athlet*innen vertreten.
Hannah Frank verpasste im Frauenbewerb nach dem Kurzprogramm nur knapp den Einzug ins Finale. Mit 53,54 Punkten erzielte sie eine persönliche Bestleistung und belegte in einem sehr starken Teilnehmerfeld Platz 25.
Im Männerbewerb lief es für Maksym Petrychenko im Kurzprogramm nicht ganz nach Plan. Ein Fehler in der Sprungkombination kostete wertvolle Punkte. Mit 55,66 Punkten belegte er Platz 29.
Der historische Erfolg von Straub / Straub in Tallinn zeigt eindrucksvoll die positive Entwicklung des österreichischen Eiskunstlaufs und sorgt für große Vorfreude auf die kommenden internationalen Wettbewerbe.

