Das kanadische Team Les Supremes liegt nach dem Kurzprogramm bei den ISU Synchroneiskunstlauf Weltmeisterschaften 2026 in Salzburg mit 83,24 Punkten auf Goldkurs. Auf den Medaillenplätzen rangieren vor den morgigen Kürprogrammen auch das Team Haydenettes aus den USA (79,30) und das zweite kanadische Team Nova Senior (75,95). Das Heimteam, die Colibris Vienna, liegen nach ihrem Kurzprogramm auf Position 21.
Die 3.000 Zuschauer in der ausverkauften Salzburgarena genossen das bestbewertete Kurzprogramm des Abends vom dreifachen Weltmeisterteam Les Supremes aus Montreal. Für die Performance seines Programms zur „Hymne à l’amour“ von Céline Dion erhielt das kanadische Team 83,24 Punkte – nahe am Saisonbestwert.

„Im Sommer sind wir mit einem etwas erneuerten Team und einem neuen Programm gestartet. Wir hatten ein ausgezeichnetes Jahr bisher. Auch heute haben wir genau das auf das Eis gebracht“, schilderte Olivia Di Giandomenico, Team-Captain von Les Supremes. Ihr Co-Captain Julia Bernardo ergänzte: „Die gemeinsame Arbeit auf dem Eis hat Spaß gemacht. Genau das war unser Erfolgsgeheimnis heute.“
Leidenschaft auf dem Eis
Auf Platz zwei liegt nach dem Kurzprogramm mit 79,30 Punkten das Team Haydenettes aus den USA. „Wir sind rausgegangen, haben die Musik verinnerlicht und unser Herz auf dem Eis gelassen“, freute sich Team-Captain Paige Felton über eine neue Saisonbestleistung. „Wir haben die Performance gemeinsam mit dem Publikum sehr genossen. Heute standen der Spaß und das Erlebnis im Vordergrund, denn die harte Arbeit war durch die intensive WM-Vorbereitung schon abgeschlossen.“ Man habe gesehen, welch leidenschaftliche Liebe zur Sportart das gesamte Team in den Auftritt gelegt hat, ergänzte Co-Captain Taylor Olender.

Starkes WM-Comeback
Etwas überraschend auf Rang drei liegt das Team Nova Senior aus Kanada mit einer Saisonbestleistung von 75,95 Punkten. „Es mag auch für uns unerwartet kommen, dass wir eine kleine Bronzemedaille nach dem Kurzprogramm bekommen haben“, gab Team-Captain Noémie Beaucage zu bedenken. „Aber da steckt wirklich harte Arbeit dahinter. Das gesamte Team hat seinen Job perfekt erledigt, wir sind sehr glücklich.“
Noch im letzten Jahr scheiterte das Team am hohen nationalen Niveau im Kampf um die kanadischen Startplätze für die WM. In der Mozartstadt gelang ein fantastisches WM-Comeback. Den Druck vom Titelverteidiger Helsinki Rockettes auf Platz vier verspüre man nicht. „Es sollte nichts ändern, wir werden fokussiert bleiben und schauen nicht, was die anderen machen“, betonte Co-Captain Morgan Bennett.

Kein finnischer Feiertag
Ein Jahr nach der berauschenden Synchro-Party in Helsinki mit einem Doppelsieg vor heimischem Publikum war der erste Wettkampftag in Salzburg keiner für die erfolgsverwöhnten finnischen Synchro-Fans. Das amtierende Weltmeisterteam Helsinki Rockettes liegt nach dem Kurzprogramm mit 72,44 Punkten auf Platz vier – mit Kontakt zur Bronzemedaille. Das Team Unique, Weltranglisten-Führendes, rangiert hinter dem Team Berlin 1 nur auf Position sieben (66,16).
Symbolstarker Auftritt des Heimteams
Das Team Colibris Vienna kombinierte in seinem Kurzprogramm die beiden österreichischen ESC-Siegerhits „Rise Like a Phoenix“ von Conchita Wurst und „Wasted Love“ von JJ. Obwohl nicht alles gelang, liegt das heimische Team mit 38,08 Punkten auf Rang 21 mit einer guten Ausgangsposition, im morgigen Kürprogramm den Sprung in die Top-20 zu schaffen.
Man wolle in der Symbolik des Hits „Rise Like a Phoenix“ im Miteinander aufstehen und morgen ein symbolkräftiges Highlight präsentieren, sagte Team-Captain Katharina Grantner. „Wir wollen als ,Angels’ über das Eis fliegen und bestenfalls mit einer fehlerfreien Kür überzeugen“, ergänzte die Salzburgerin angesichts des morgigen musikalischen Rahmens von Robbie Williams’ „Angels“.

„Unglaubliche Atmosphäre“
Die heutige Leistung bezeichnete die gebürtige Salzburgerin als solide: „Wir können stolz auf uns sein, wenn wir den großen Kontext der Gesamtentwicklung über die Saison sehen.“ Über die fantastische Unterstützung in der Halle freute sich das Team sehr: „Es war unglaublich, wie laut es war und wie stark wir den Support gespürt haben. Es hat uns einen Riesenspaß gemacht, hier in der Salzburgarena zu laufen.“
ISU Synchroneiskunstlauf-Weltmeisterschaften 2026

