Olga Mikutina bereit für Olympia 

Eine Woche vor dem Start der Olympischen Winterspiele 2026 liegt etwas Besonderes in der Luft. Bei Olga Mikutina sind es Ruhe, Fokus – und große Vorfreude. Die 22-jährige Vorarlbergerin steht kurz vor ihrer zweiten Olympia-Teilnahme und blickt mit Dankbarkeit auf ihren Weg zurück: auf ihr Trainerteam, ihre Familie, ihre Unterstützer*innen – und all jene Menschen, die diesen Traum möglich gemacht haben.

Olga Mikutina richtet ihren Blick auf Milano Cortina 2026. (c) GEPA Pictures

Geboren am 6. Oktober 2003 in Charkiw (Ukraine), stand Olga bereits mit vier Jahren erstmals auf dem Eis. Schon früh zeigte sich ihr Talent: Mit zwölf Jahren war sie dreifache ukrainische Jugendmeisterin. Um bessere Trainingsbedingungen zu bekommen, zog sie gemeinsam mit ihren Eltern nach Österreich. In Feldkirch fand sie bei Trainerin Elena Romanova ihre sportliche Heimat. Seit 2016 startet Olga international für Österreich, im Jänner 2020 erhielt sie die österreichische Staatsbürgerschaft.

Nach der Europameisterschaft richtet sich der Blick nun klar nach vorne. Die intensive Vorbereitung geht in die letzte Phase – mit jedem Trainingstag rückt Milano Cortina ein Stück näher.

Fokus, Freude und Vertrauen

Im Training stehen aktuell nicht Druck oder Nervosität im Vordergrund, sondern innere Zufriedenheit, Stolz und Freude. Gearbeitet wird an sauberen Elementen, technischer Präzision und künstlerischem Ausdruck. Der große Unterschied zu Olympia 2022: Olga bringt diesmal mehr Erfahrung, mehr Gelassenheit – und ein tieferes Vertrauen in sich selbst mit.

Ihr Ziel ist klar: abrufen, was sie sich über Monate erarbeitet hat – emotional präsent, technisch stabil und mit dem Wissen, ihren eigenen Weg bewusst gegangen zu sein.

Zweite Olympiade – neue Klarheit

Die zweite Olympia-Teilnahme fühlt sich für Olga besonders an.
„Die Olympischen Spiele sind ein riesiges Geschenk und ein wunderschönes Abenteuer“, sagt sie. Für sie sind sie Belohnung für harte Arbeit, Chance, sich auf der globalen Bühne zu zeigen – und Gelegenheit, besondere Momente mit anderen Athlet*innen und dem Publikum zu teilen.

Von ihren ersten Spielen nahm sie vor allem Euphorie und Motivation mit. Der Wunsch, noch einmal zurückzukehren, war schnell da. Heute lebt sie den Moment – ohne sich an Vergangenem festzuhalten, offen für alles, was kommt.

Für Österreich auf der großen Bühne

Österreich bei Olympia zu vertreten bedeutet Olga sehr viel. Sie möchte zeigen, dass ihr Heimatland auch im Eiskunstlauf international sichtbar ist – und ihren Sport weiter populär machen. Die Unterstützung von zuhause ist groß: Familie, Freunde und viele Wegbegleiter*innen schicken Nachrichten und Glückwünsche. Diese Verbundenheit gibt Kraft.

Besonders freut sie sich auf die Atmosphäre der Spiele – und auf das Publikum. Ein großer Herzenswunsch begleitet sie dabei: dass ihre Eltern live vor Ort sein können.

Bereit für Showtime

Olga ist keine Athletin der großen Gesten. Ihre Stärke liegt im Vertrauen in ihre Arbeit – und in der Gewissheit, diesen Weg Schritt für Schritt selbst gestaltet zu haben.

Eine Woche vor dem Start der Olympischen Spiele steht sie genau dort, wo sie sein möchte: präsent, fokussiert und getragen von Freude.

Wenn Olga Mikutina in Milano Cortina aufs Eis tritt, läuft sie nicht nur für sich.
Sondern für Österreich. Für ihren Sport. Und für das kleine Mädchen, das einst davon geträumt hat, genau hier zu stehen. ✨

Olga Mikutina bei den Europameisterschaften 2026 in Sheffield. (c) Skate Austria