Mit drei Platzierungen zwischen zwölf und 15 gelang dem österreichischen Nationalteam bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Sheffield ein solides Abschneiden. Beim ersten internationalen Höhepunkt dieser intensiven Saison verhinderte ein Sturz ein besseres Abschneiden für Olga Mikutina. Maurizio Zandron feierte einen tollen Abschied von der EM-Bühne, während zwei heimische Paare diese erstmals betreten haben.
Ein Top-Platz gelang Olga Mikutina bei ihrer Generalprobe für die Olympischen Spiele im Februar in Mailand aufgrund eines Sturzes im Kurzprogramm bei einem dreifachen Lutz zwar nicht, doch die Vorarlbergerin überzeugte im Fortlauf ihres Programms an beiden Wettkampftagen mit beherztem Einsatz und Kampfgeist. Dank einer konzentrierten Leistung in der Kür verbesserte sich die 22-Jährige mit 166,55 Punkten noch von Position 15 auf Position 13. „Ich habe an diesen beiden Tagen viel über mich gelernt. Es war nicht leicht, den Fokus zu halten. Diese Lerneffekte nehme ich als wertvolle Erfahrungswerte mit zu den Spielen nach Mailand“, so Österreichs Vorzeige-Eiskunstläuferin.

Emotionaler EM-Abschied für Zandron
Maurizio Zandron trat im Männerbewerb zum letzten Mal bei Europameisterschaften an, der 32-Jährige wird am Saisonende seine Leistungssportkarriere beenden. Entsprechend emotional war sein Auftritt auf der europäischen Bühne am Schlusstag der Europameisterschaften. „Die finalen Minuten meines Programms war emotional und überwältigend. Ich war im Flow und das Publikum hat mich enorm beflügelt. Es war unglaublich!“, sagte der Tiroler nach seinem Auftritt. Mit einer fehlerfreien Kür, in der er sein Programm wie nach Plan und mit einem gelungenen Dreifach Axel als Höhepunkt abrufen konnte, verbesserte er sich um zwei Positionen gegenüber dem Kurzprogramm und landete mit 196,25 Punkten auf dem 15. Platz.

Gelungene EM-Debüts für zwei heimische Paare
Ihr EM-Debüt gaben Anita und Andreas Straub im Eistanz, womit Österreich seit einem Jahrzehnt erstmals wieder in dieser Disziplin vertreten war. Ein Sturz täuschte nicht über eine saubere Performance mit starkem Austruck hinweg. „Die gesamte Erfahrung dieser EM ist für uns ein großer Entwicklungsschritt. Insgesamt können wir sehr zufrieden sein“, resümierte das 18- und 21-jährige Geschwisterpaar aus Wien. Auch wenn die Qualifikation für die Kür mit 54,07 Punkten knapp nicht gelang – sie kennen nun das Feeling, auf dem selben Eis zur performen wie EM-Medaillengewinner-Paare.

Ebenfalls zum ersten Mal bei Europameisterschaften performte das Salzburger Paar Gabriella Izzo (24) und Luc Maierhofer (23). Im Paarlauf gelang mit einem stabilen Kurzprogramm die Qualifikation für die Kür. Dort erreichten sie mit 158,08 Punkten Platz zwölf. „Wir sind zufrieden mit dem, was wir hier in Sheffield zeigen konnten. Aber es gibt noch viele Möglichkeiten, uns weiterzuentwickeln“, zog Izzo ein gemischtes Fazit.


