Budapest Trophy mit vielen österreichischen Akzenten

Ein Großteil der heimischen Eiskunstlaufelite nahm am vergangenen Wochenende an der Budapest Trophy teil. Das beste Ergebnis erzielte Olga Mikutina, die eine Woche nach ihrem erfolgreichen Saisoneinstieg mit dem Sieg bei der Tayside Trophy in Schottland Fünfte wurde. Hannah Frank, bei ihrer Premiere in der Seniorenklasse, und Tobia Öllerer kamen ihren Saisonbestleistungen nahe, dem Eistanzpaar Anita und Andreas Straub gelang eine leichte Steigerung. Beim Diamond Spin in Katowice fiel Flora Schaller auf dem Weg zu einem Top-Ergebnis in der Kür etwas zurück und belegte den siebten Platz.

Olga Mikutina konnte bei ihrem zweiten Wettkampfstart in dieser Saison ihre gute Frühform bestätigen. Die 23-Jährige belegte bei der Budapest Trophy mit 173,79 Wertungspunkten den fünften Platz. „In einem so großen Teilnehmerfeld mit vielen talentierten und ambitionierten Athletinnen den fünften Platz zu erreichen, ist definitiv ein Ergebnis, auf dem ich aufbauen kann“, zog die Vorarlbergerin ein positives Fazit des Wochenendes.

Ein vielversprechender Auftakt

Nach ihrem sehr überzeugenden Saisonstart mit dem Sieg bei der Tayside Trophy am vergangenen Wochenende im schottischen Dundee gelang dieses Mal freilich nicht alles nach Wunsch. Eine verunglückte Landung bei einem dreifachen Lutz im Kürprogramm kostete die Österreicherin letztendlich die Chance auf einen Stockerlplatz. Ein kleiner Schönheitsfehler für Mikutina.

Sie hob das überwiegend Positive an ihren beiden Auftritten in Budapest hervor: „Ich bin sehr stolz auf meine anspruchsvollen, ausdrucksstarken und technisch vielseitigen Schrittsequenzen. Natürlich unterläuft zu diesem Zeitpunkt der Saison noch der ein oder andere kleine Fehler. Gemeinsam mit dem Trainerteam werden wir genau bei diesen Fehlern ansetzen und versuchen, jedes Detail zu perfektionieren. Insgesamt bin ich aber sehr glücklich mit meinen Leistungen und mit dem positiven Feedback, das ich von vielen Seiten bekomme.“

Der Wettkampfsieg ging an die als neutrale Athletin zugelassene Alina Gorbacheva. Die aus Russland stammende 19-Jährige setzte sich mit 203,35 Punkten klar vor Julia Sauter aus Rumänien (179,92) und Kimmy Repond aus der Schweiz (178,86) durch. Repond gelang in der Kür eine tolle Aufholjagd, nachdem sie nach dem Kurzprogramm noch hinter Mikutina auf Platz sechs gelegen war.

Olga Mikutina bei den Olympischen Spielen 2026. © GEPA pictures / Ranjith Kumar

Neue Erfahrung für Hannah Frank

Bei ihrem ersten Wettkampfstart in der Seniorenklasse betrat Hannah Frank am Samstagnachmittag unmittelbar nach Mikutina den VASAS Ice Rink in Budapest. Großteils konnte die junge Oberösterreicherin an ihre starke Performance vom ISU Junior Grand Prix in Ljubljana vor zwei Wochen anschließen.

Nach Platz 15 im Kurzprogramm platzierte sich die 17-Jährige in der Kür auf Platz 16. Im dichten Mittelfeld des Wettkampfs ergab das in der Gesamtwertung mit 157,67 Wertungspunkten Platz 17. „Es war eine tolle Erfahrung, erstmals bei den Großen dabei gewesen zu sein“, berichtete sie. Ihre Leistung begutachtete sie selbstkritisch: „Es ist leider nicht ganz so gelaufen, wie ich es mir erhofft habe – sowohl in der Vorbereitung auf den Wettkampf als auch am Eis. Daher möchte ich gleich wieder den Fokus auf den nächsten Wettkampf richten.“

Dieser findet für Frank beim Tirnavia Ice Cup in der slowakischen Kleinstadt Trnava statt. Das riesige Starterfeld in Budapest umfasste 37 Athletinnen aus 24 Nationen.

Tobia Öllerer im Männerbewerb 21.

Nicht ganz an seinen beachtlichen zehnten Platz bei der Nebelhorn Trophy in Oberstdorf vor drei Wochen anknüpfen konnte Tobia Öllerer. Bei seinem zweiten internationalen Wettkampfauftritt in dieser Saison erzielte der 20-jährige Wiener in der ungarischen Hauptstadt eine Wertung von 168,68 Punkten und platzierte sich im Feld von 28 Athleten auf Position 21.

Der Sieg ging mit großem Vorsprung an den Südtiroler Daniel Grassl vor Patrick Blackwell aus den USA und Lukas Britschgi aus der Schweiz.

Steigerung für Anita und Andreas Straub

Wie bereits vor drei Wochen bei ihrem ersten internationalen Auftritt in dieser Saison in Bratislava agierte das Wiener Geschwisterpaar auf dem Niveau seiner persönlichen Bestleistung und beendete den Wettkampf mit 136,44 Punkten auf dem 19. Platz. „Wir haben bis zum Schluss gekämpft“, betonte Andreas Straub. Der 22-Jährige zeigte sich über die leichte Steigerung gegenüber Bratislava erleichtert, zumal die beiden nicht in körperlicher Top-Verfassung aufs Eis gingen: „Insgesamt war es ein toller Wettkampf und wir freuen uns schon riesig auf unseren nächsten Auftritt.“ Dieser findet in drei Wochen im Rahmen des Volvo Open Cup in Riga statt.

Auch Anita zeigte sich nach dem Wettkampf in Budapest, bei dem der Rhythmustanz am Freitagabend und der Kürtanz am Sonntagvormittag stattfanden, zufrieden. Sie freute sich besonders über die Steigerung im ersten Wettkampfteil. „Die Kür war dann aufgrund meiner Rückenschmerzen eine ziemliche Herausforderung. Aber wir haben als Team zusammengehalten und das Beste herausgeholt“, so die 19-Jährige.

Im Kampf um den Wettkampfsieg setzte sich das tschechische Paar Natalie Taschlerova / Filip Taschler dank der besten Kür aller Paare mit 185,66 Punkten knapp gegen das spanische Duo Olivia Smart / Tim Dieck durch, das nach dem Kurzprogramm noch in Führung gelegen war.

Schaller Siebte in Katowice

Bereits am Freitag und Samstag war Flora Schaller beim Diamond Spin, einem Bewerb in Katowice (Kattowitz), im Einsatz. Die 19-Jährige eröffnete mit einem starken Kurzprogramm, das mit 53,57 Punkten bewertet wurde und ihr eine deutliche neue persönliche Bestleistung bescherte. „Nach dem Kurzprogramm habe ich mich sehr gefreut. Denn ich konnte meine Trainingsleistung so abrufen, wie ich es mir vorgestellt habe“, sagte sie.

Im Kürprogramm am Samstag unterliefen Schaller einige kleine Fehler. Sie erzielte insgesamt 134,35 Wertungspunkte und landete auf dem siebten Platz. „Leider hat mich der ein oder andere Fehler einen Platz unter den besten Fünf gekostet. Aber ich werde in den nächsten Wochen genau daran arbeiten und freue mich schon auf den nächsten Wettkampf Ende Oktober in der Slowakei“, richtete die Salzburgerin den Blick bereits wieder nach vorne.

Der Wettkampfsieg in Katowice ging an Gian-Quen Isaacs aus Südafrika. Sie verwies in einer engen Entscheidung mit 152,73 Punkten Sayra Bessire aus der Schweiz und Karolina Bialas aus Polen auf die Positionen zwei und drei.

Ergebnisse Budapest Trophy 2026

Frauen

  1. Alina Gorbacheva (Individuelle Neutrale Athletin) 203,35 Punkte
  2. Julia Sauter (Rumänien) 179,92 Punkte
  3. Kimmy Repond (Schweiz) 178,86 Punkte
  4. Maria Eliise Kaljuvere (Estland) 177,80 Punkte
  5. Olga Mikutina (Österreich) 173,79 Punkte
    …
    17. Hannah Frank (Österreich) 157,67 Punkte

Männer

  1. Daniel Grassl (Italien) 268,84 Punkte
  2. Patrick Blackwell (USA) 242,93 Punkte
  3. Lukas Britschgi (Schweiz) 240,01 Punkte
    …
    17. Tobia Öllerer (Österreich) 168,68 Punkte

Eistanz

  1. Natalie Taschlerova / Filip Taschler (Tschechien) 185,66 Punkte
  2. Olivia Smart / Tiem Dieck (Spanien) 185,09 Punkte
  3. Yuka Orihara / Juho Pirinen (Finnland) 182,73 Punkte
    …
    17. Anita Straub / Andreas Straub (Österreich) 136,44 Punkte