Heimsieg für Öllerer und Steigerung für Schaller bei IceChallenge in Graz

Mit neuen persönlichen Bestleistungen haben Tobia Öllerer und Flora Marie Schaller bei der IceChallenge in Graz die heimischen Topresultate erzielt. Drei Tage lang bot das Grazer Merkur Eisstadion eine Bühne für hochklassigen Eiskunstlauf mit Teilnehmer*innen aus Österreich und zahlreichen europäischen Ländern.

Großartige Leistung von Tobia Öllerer bei der IceChallenge in Graz! Mit 193,62 Punkten stellte der 20-Jährige eine neue persönliche Bestleistung auf und sicherte sich souverän den Heimsieg im Männerbewerb. „Der Wettkampf ist sehr gut verlaufen. Mir ist eine tolle Steigerung zum Auftritt letzte Woche in Trnava gelungen“, freute sich der Wiener.

© GEPA pictures/ Wolfgang Grebien

Bereits nach dem Kurzprogramm am Freitagabend lag er deutlich in Führung, die er im Kürprogramm am Samstagabend noch ausbauen konnte. „Ich bin sehr glücklich, es endlich geschafft zu haben, eine saubere Kür zu laufen“, betonte der von Eva Martinek und Kerstin Frank trainierte Athlet. Auch wenn er noch Verbesserungspotenzial sieht, nimmt er aus seinem Auftritt in der steirischen Landeshauptstadt viel Selbstvertrauen mit: „Ich freue mich schon auf den nächsten Wettkampf und werde dort versuchen, meine Bestleistung noch einmal zu steigern“, so Öllerer.

Seine nächsten Ziele sind der ISU Challenger-Bewerb zu Monatsende in Warschau und vom 10. bis 13. Dezember die Staatsmeisterschaften in Wien.

Skoficz mit nächster starker Leistung

Stark präsentierte sich in Graz auch Anton Skoficz. Der 25-Jährige belegte mit einer Wertung von 156,93 Punkten den dritten Platz hinter dem Briten Arin Yorke. Der Tiroler hatte bereits vor einer Woche bei der Northern Lights Trophy in Reykjavik überzeugt, wo ihm eine Wertung von 159,96 Punkten gelang.

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Deutliche Steigerung für Schaller

Flora Marie Schaller freute sich nach Platz vier in der Frauenwertung besonders über den deutlichen Fortschritt gegenüber ihrem Auftritt vor einer Woche in Trnava (siehe Newsmeldung), wo sie ebenfalls Vierte wurde. „Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meiner Leistung bei der IceChallenge in Graz und meiner Gesamtwertung von 156,66 Punkten“, sagte sie. Der 19-jährigen Salzburgerin gelang sowohl im Kurzprogramm als auch im Kürprogramm eine Steigerung ihrer persönlichen Bestleistung. „Dass ich meine persönliche Bestleistung doch deutlich verbessern konnte, stimmt mich glücklich und sehr zuversichtlich für die weitere Saison.“

Schaller verbesserte sich am Samstagabend in der Kür um eine Position im Vergleich zum Zwischenstand nach dem Kurzprogramm am Freitagabend. Der Wettkampfsieg ging an Olivia Lengyelova aus der Slowakei mit 178,55 Punkten vor Sarina Joos aus Italien (177,12) und Mia Risa Gomez aus Norwegen (170,02). Hannah Frank musste nur wenige Tage nach ihrem Sieg in Trnava aufgrund einer Verletzung ihre Teilnahme an der IceChallenge in Graz absagen. Aus demselben Grund konnte auch Maksym Petrychenko nicht am Männerbewerb teilnehmen.

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Starke internationale Felder in den Nachwuchsklassen

Die guten Leistungen von Öllerer, Skoficz und Schaller bildeten die sportlichen Höhepunkte des dreitägigen Wettkampfprogramms der IceChallenge in Graz. Gleichzeitig bot der Bewerb zahlreichen heimischen Nachwuchstalenten eine attraktive Bühne, um ihr Können vor heimischem Publikum zu zeigen.

So belegte Victoria Yonemori in einem stark besetzten Juniorinnenbewerb Rang 16. Sie erreichte 106,45 Punkte. Maxima Rebernig erzielte 96,26 Punkte und wurde 20. unter 29 Teilnehmerinnen. Der Sieg im Bewerb der Juniorinnen ging an die Tschechin Tereza Harvankova mit 149,77 Punkten.

Die erst zwölfjährige Anastasia Goscheschek und ihr 17-jähriger Bruder Karl-Siegfried belegten in Paarbewerb der Altersklasse Advanced Novice Platz drei. Für das Kärntner Duo war es quasi ein Heimspiel, schließlich ist die steirische Landeshauptstadt ihr zweiter Trainingsstützpunkt neben Klagenfurt. Sportlicher Höhepunkt im Juniorenbewerb war der spektakuläre Auftritt des spanischen Paars Anita Mapelli / Noah Quesada, das 155,18 Punkte erreichte. Damit erzielten sie eine bessere Wertung als das in der Seniorenwertung siegreiche britische Paar Zarah Wood/Flavien Giniaux. Die beiden Spanier gehören zu den besten Juniorenpaaren weltweit.

Bei den Mädchen belegte die Wienerin Stefaniia Vakulenko mit 102,43 Punkten Platz sieben in der Altersklasse Advanced Novice. Bei den Burschen belegten der 13-jährige Oberösterreicher Laurin Stoderegger (77,61) und der 13-jährige Wiener Daniil Slovesnov (71,86) die Plätze zwei und drei in einem deutlich kleineren Feld als bei den Mädchen.

„Generalprobe“ für den ISU Challenger im Februar

Neben dem großen Wert für die heimischen Eiskunstläufer*innen sowie internationale Talente überzeugte die IceChallenge Graz mit einem bunten Veranstaltungsprogramm.

TV-Bilder von der IceChallenge Graz gibt es am Montagabend in der Sendung „Sport20“ auf ORF Sport+.

Der nächste Höhepunkt in der Grazer Merkur Eisarena ist der ISU Challenger-Bewerb vom 10. bis 13. Februar 2027.

Ergebnisse IceChallenge in 2026

Männer

  1. Tobia Öllerer (Österreich) 193,62 Punkte
  2. Arin Yorke (Großbritannien) 166,30 Punkte
  3. Anton Skoficz (Österreich) 156,93 Punkte
  4. Raul Garcia Shibinsky (Andorra) 141,40 Punkte

Frauen

  1. Olivia Lengyelova (Slowakei) 178,55 Punkte
  2. Sarina Joos (Italien) 177,12 Punkte
  3. Mia Risa Gomez (Norwegen) 170,02 Punkte
  4. Flora Maria Schaller (Österreich) 156,66 Punkte
  5. Barbora Vrankova (Tschechien) 151,60 Punkte