Hannah Frank gewinnt Tirnavia 
Ice Cup 2026 – Schaller und Öllerer 4.

In ihrem zweiten Wettkampf in der Seniorinnenklasse überhaupt hat Hannah Frank beim Tirnavia Ice Cup International in Trnava (Slowakei) ihren ersten Sieg gefeiert. Mit zwei guten Auftritten in Kurz- und Kürprogramm erreichte sie 165,85 Punkte und übertraf damit auch ihre Wertung beim ISU Junior Grand Prix vor einem Monat in Ljubljana, wo ihr ein beachtlicher Top-Ten-Platz gelungen war. Auch Flora Schaller und Tobia Öllerer erreichten in der slowakischen Kleinstadt, die nicht einmal 100 Kilometer Luftlinie nordöstlich von Wien liegt, gute Platzierungen.

Beim Tirnavia Ice Cup International 2026 hat Hannah Frank eine weitere eindrucksvolle Talentprobe abgelegt. Mit 165,85 Punkten freute sich die 17-Jährige vom Union Eissportklub Linz nicht nur über einen Sieg bei einem internationalen Bewerb, sondern auch über eine neue persönliche Bestleistung.

Starke Kür krönt großartiges Resultat

Obwohl sie besonders im Kurzprogramm noch Potenzial zur Verbesserung sieht, war die junge Oberösterreicherin bereits im ersten Teil des Wettkampfs am gestrigen Samstagabend mit 53,58 Punkten die Beste. Ihren minimalen Vorsprung auf die Tschechin Michaela Vrastakova baute sie in der Kür am heutigen Nachmittag eindrucksvoll aus und feierte mit mehr als 22 Punkten Vorsprung einen deutlichen Sieg. „Mit meiner Kür bin ich sehr zufrieden. Natürlich bleiben immer noch viele Dinge, an denen ich arbeiten möchte – aber die enorme Steigerung im Vergleich zur Kür beim letzten Wettkampf stimmt mich sehr positiv“, freute sich die Oberösterreicherin.

Hannah Frank bei den Staatsmeisterschaften im vergangenen Dezember. © GEPA pictures/ Marko Vulic

Mit dieser Leistung hat die Puchenauerin das Limit für die ISU Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften vom 17. bis 21. März 2027 in Tampere (Finnland) geschafft, dessen Erreichen von der technischen Bewertung abhängt. Das Limit für die Europameisterschaften 2027 vom 27. bis 31. Jänner in Lausanne (Schweiz) hat die Oberösterreicherin bereits vor zwei Wochen bei der Budapest Trophy, ihrem ersten Wettkampf in der Seniorinnenklasse, übertroffen.

Schritt in die richtige Richtung für Schaller

Auch die zweite Österreicherin im Bewerb hatte Grund zur Freude: Flora Marie Schaller übertraf sowohl im Kurzprogramm als auch in der Kür ihre persönliche Bestleistung und erzielte eine Gesamtbewertung von 138,37 Punkten. „Einige Elemente sind mir sehr gut gelungen, aber leider sind auch an beiden Tagen einige Fehler passiert“, zog die Salzburgerin ein differenziertes Fazit ihres Wettkampfs in Trnava.

Erfreulich war die Aufholjagd, die der 19-Jährigen am zweiten Wettkampftag gelungen ist. Ausgehend von Rang sieben zeigte sie die drittbeste Kür des Wettkampfs und arbeitete sich damit bis auf Platz vier vor. Zum Stockerlplatz der Ukrainerin Yelizaveta Babenko fehlten ihr lediglich 3,6 Punkte. „Es war erst mein zweiter Wettkampf in dieser Saison, also ein Schritt in die richtige Richtung. Ich freue mich bereits darauf, mich am Freitag bei der Ice Challenge in Graz noch ein bisschen besser zu präsentieren und damit den nächsten Schritt zu machen“, freut sich Schaller bereits auf die nächste Herausforderung. In der steirischen Landeshauptstadt bestreitet auch Hannah Frank ihren nächsten Wettkampf.

© GEPA pictures / Alexander Solc

Öllerer verpasst Top-Drei knapp

Eine gute Platzierung glückte in Trnava auch Tobia Öllerer. Er belegte im Wettkampf der Männer Platz vier. Der 20-jährige Wiener erzielte eine Wertung von 176,65 Punkten und verpasste die Top-Drei beim italienischen Doppelsieg von Gabriele Frangipani (203,95) und Matteo Nalbone (181,37) nur haarscharf. Lediglich 0,65 Punkte trennten ihn vom Ukrainer Vadym Novikov, der in beiden Wettkampfteilen im direkten Vergleich mit dem Österreicher marginal besser war.

„Es war eine deutliche Steigerung zum letzten Wettkampf“, zeigte sich Öllerer besonders mit der besten Kür der bisherigen Saison zufrieden. Dem Vize-Staatsmeister der letzten Saison ist bewusst, dass noch Spielraum für Verbesserungen geben ist. Den nächsten Schritt will er bereits am nächsten Wochenende machen. „Ich freue mich sehr auf den Auftritt vor heimischem Publikum und werde alles dafür geben, in Graz meine heutige Leistung noch einmal zu verbessern.“

Maksym Petrychenko trat nach dem Kurzprogramm am Freitagabend im Kürprogramm am Samstagnachmittag nicht mehr an.

Yonemori-Schwestern in Reykjavik

Parallel zum Tirnavia Ice Cup fand in der isländischen Hauptstadt Reykjavik die Northern Lights Trophy ebenfalls mit österreichischer Beteiligung statt. Nathalie Yonemori, Österreichs amtierende Juniorenmeisterin, erreichte im Wettkampf der Juniorinnen unter 23 Teilnehmerinnen den 15. Platz mit 110,95 Wertungspunkten.

Ihre um zweieinhalb Jahre jüngere Schwester Victoria belegte mit 103,35 Punkten den 17. Platz. Nach dem Kurzprogramm lag sie sogar vor ihrer älteren Schwester, die sich mit einer guten Kür um fünf Positionen verbessern konnte.

Ergebnisse Tirnavia Ice Cup International 2026

Frauen

  1. Terezia Pocsova (Slowakei) 133,39 Punkte
  2. Michaela Vrastakova (Tschechien) 143,59 Punkte
  3. Yelizaveta Babenko (Ukraine) 141,97 Punkte
  4. Flora Marie Schaller (Österreich) 138,37 Punkte
  5. Terezia Pocsova (Slowakei) 133,39 Punkte

Männer

  1. Gabriele Frangipani (Italien) 203,95 Punkte
  2. Matteo Nalbone (Italien) 181,37 Punkte
  3. Vadym Novikov (Ukraine) 177,30 Punkte
  4. Tobia Öllerer (Österreich) 176,65 Punkte
  5. Douglas Gerber (Australien) 168,13 Punkte