Grand-Prix-Start als erster großer 
Saisonhöhepunkt für Mikutina

Olga Mikutina startet am kommenden Wochenende beim Cup of China in Shenzhen, Station Nummer drei der prestigeträchtigen ISU Grand Prix Series. Es ist der erste Höhepunkt dieser Saison, den die Vorarlbergerin dank ihres erfolgreichen Saisoneinstiegs mit viel Selbstvertrauen in Angriff nimmt. Das Salzburger Paar Gabriella Izzo/Luc Maierhofer musste die beiden Grand-Prix-Starts dagegen aus gesundheitlichen Gründen absagen.

Der Auftritt beim Cup of China ist der bisher wichtigste in dieser Saison für Olga Mikutina. Die 23-Jährige misst sich am kommenden Wochenende mit hochkarätigen Kontrahentinnen. Das Kurzprogramm steht am Freitag, 6. November, ab 9:25 Uhr (MEZ) auf dem Programm, das Kürprogramm folgt am Samstag, 7. November, ab 9:30 Uhr (MEZ).

Alle Termine der ISU Grand Prix Series 2026

  • 23. bis 25. Oktober – Grand Prix de France, Angers
  • 30. Oktober bis 1. November – Grand Prix Skate Canada, Kelowna
  • 6. bis 8. November – Grand Prix Cup of China, Shenzhen
  • 13. bis 15. November – Grand Prix Skate America, Everett
  • 20. bis 21. November – Grand Prix Finlandia Trophy, Helsinki
  • 27. bis 29. November – Grand Prix NHK Trophy, Tokio
  • 10. bis 12. Dezember – Grand Prix Final, Chongqing (China)

Alle Wettbewerbe der ISU Grand Prix Series werden im Livestream auf dem YouTube-Kanal der ISU übertragen.

Die Grand Prix Series ist die wichtigste Wettbewerbsserie im internationalen Eiskunstlauf. Die begehrten Startplätze in den Kategorien Männer, Frauen, Paare und Eistanz wurden auf Basis der Platzierungen bei den Weltmeisterschaften 2026 in Prag und den Olympischen Spielen 2026 in Mailand vergeben.

Resonanz, die motiviert

Mikutina reist mit Auftrieb in die Millionenmetropole nördlich von Hongkong. Aus den ersten beiden Wettkämpfen in Europa hat sie jede Menge Selbstvertrauen mitgenommen. Nach dem Sieg bei der Tayside Trophy im schottischen Dundee belegte die Vorarlbergerin Platz fünf bei der Budapest Trophy.

Zuversicht zieht die 23-Jährige nicht nur aus den Resultaten, sondern insbesondere aus der Wirkung ihrer neuen Programme. „Mein Kurzprogramm scheint dem Publikum unglaublich gut zu gefallen“, schließt sie aus zahlreichen Rückmeldungen während dieser beiden Wettkämpfe und aus Kommentaren in sozialen Netzwerken. „Dieser Zuspruch gibt mir einen unglaublichen Push!“

Listig, unberechenbar und geschmeidig elegant

Beim Cup of China möchte Mikutina daher dem Ausdruck ihrer Programme noch mehr technische Präzision verleihen. „Ich liebe dieses Gefühl, auf dem Eis zu stehen und meine Energie, meine Emotionen und meine Persönlichkeit durch meine Performance auszudrücken.“

Ihr neues Kurzprogramm, choreographiert von Artem Fedorchenko, verkörpert die verführerische Versuchung einer Schlange und zeigt eine ganz neue Seite ihrer selbst, wie sie betont: „Verführerisch, geheimnisvoll und gefährlich zugleich. Mal bereit, zuzubeißen, mal so faszinierend, dass man den Blick nicht von ihr abwenden kann.“

Das künstlerische Schauspiel wird von einer anspruchsvollen, ausdrucksstarken und technisch vielseitigen Schrittsequenz gekrönt. „Es ist nicht nur die Geschichte, die mein Programm erzählt. Die Kombination aus Technik, Kreativität und besonderen Elementen ergibt eine einzigartige Inszenierung, die mich auf dem Eis unter meinen Konkurrentinnen herausstechen lässt. Das ist genau das, was ich liebe: meinen eigenen Stil zu kreieren und eine Inszenierung zu performen, die nicht alltäglich ist.“

Stilvolle Ausdruckskraft

Im Kürprogramm aus der choreographischen Feder von Rostislav Sinicyn erhalten Eleganz und Schönheit mehr Raum. Von Wettkampf zu Wettkampf, Schritt für Schritt soll jedes Detail des Auftritts perfektioniert werden, um das volle Potenzial auszuschöpfen. „Ich bin eine absolute Perfektionistin und habe den Anspruch an mich selbst, groß zu denken. Ich will bei jedem Wettkampf besser werden, ich weiß, dass noch viel in mir steckt“, unterstreicht sie ihren ungebrochenen Ehrgeiz.

Der Grand-Prix-Start bietet die optimale Bühne für den nächsten Entwicklungsschritt in dieser Saison. „In Shenzhen ist die Konkurrenz deutlich stärker als bei meinen bisherigen Wettkämpfen in dieser Saison. Aber mit zwei möglichst fehlerfreien Programmen und 100-prozentigem Einsatz bin ich zuversichtlich, dass ich meine Fans in China und weltweit begeistern kann.“

© GEPA pictures / Alexander Solc

Keine Grand-Prix-Starts für Izzo/Maierhofer

Aus gesundheitlichen Gründen kann das Salzburger Paar Gabriella Izzo/Luc Maierhofer weder kommendes Wochenende in Shenzhen noch in gut zwei Wochen beim ISU Grand Prix in Helsinki an den Start gehen. „Die beiden stehen derzeit aus medizinischen Gründen leider nicht im vollen Training, daher mussten sie ihre Teilnahme an den ersten Wettkämpfen dieser Saison absagen“, erklärt ihr Trainer Severin Kiefer. „Wir versuchen alles, damit sie bald wieder auf dem Eis zu sehen sein werden und ihre neuen Programme präsentieren können.“

Die WM-Teilnehmer von Prag 2026 hoffen, bei den Österreichischen Meisterschaften vom 11. bis 13. Dezember in Wien ihre Saisonpremiere feiern zu können.

Eiskunstlauf-Highlight in Graz

Mit der Icechallenge im Merkur Eisstadion in Graz steht der nächste nationale Höhepunkt im Eiskunstlauf-Kalender bereits diese Woche auf dem Programm. Ab Donnerstag gehen mehr als 300 Eiskunstläufer:innen aus aller Welt, darunter zahlreiche heimische Talente und Zukunftshoffnungen, in der steirischen Landeshauptstadt an den Start.

Einer der Höhepunkte wird der Auftritt von Hannah Frank. Die 17-jährige Oberösterreicherin ist in Topform, wie ihr Sieg beim Trnavia Ice Cup im slowakischen Trnava am vergangenen Wochenende gezeigt hat. Auch der Wiener Tobias Öllerer und die Salzburgerin Flora Schaller werden in Graz vor heimischem Publikum ihr Bestes geben.